Buslotsenprojekt an der Heinrich-Behnken-Schule in Selsingen

Auf Initiative der Beratungslehrerin werden seit dem Schuljahr 2004/2005  Schülerinnen und Schüler des achten Jahrganges zu Buslotsen ausgebildet. Sie sind eingesetzt in  Bussen der Firmen STOSS, Bremervörde und der EVB, Zeven.

In Zusammenarbeit mit der Verkehrswacht Bremervörde-Zeven und dem Präventionsrat Zeven  - über den Kontaktbeamten der Zevener Polizei -  konnte mit Hilfe einer großzügigen Spende der Verkehrswacht der erste  Ausbildungsdurchgang erfolgen. Das Training erfolgte durch professionelle Schulungskräfte der VW-Stiftung.

Die ausgebildeten BuslotsInnen starteten ihren Einsatz mit Beginn des neuen Schuljahres.

Durch neonfarbene Klick-Armbänder (Aufdruck des Samtgemeinde-Logos und der Aufschrift „BUSLOTSE“) erfolgte die äußere Kennzeichnung, ein Buslotsenausweis diente der Identität. Seit dem Schuljahr 2009/2010 erfolgt die Kennzeichnung durch Schlüsselbänder mit eingehaktem Ausweis, die durch die Firmen STOSS und EVB gesponsert wurden. Fotos der BuslotsInnen hängen aus in der HBS und den Grundschulen Selsingen und Rhade. In den nachfolgenden Jahren übernahm die Beratungslehrerin mit Unterstützung einer Kollegin die Ausbildung der Jahrgänge in Klasse acht, die ab Beginn der neunten Klasse parallel zum aufgestiegenen Jahrgang zehn tätig wurden. Die Ausbildung erfolgte regelmäßig nach den Osterferien, so dass die neu ausgebildeten Achtklässler bis zu den Sommerferien mit Hilfe von Paten Erfahrung sammeln konnten. Als Ergänzung zum ersten Ausbildungsdurchgang konnte die Firma STOSS  geworben werden, die seitdem für den Vormittag kostenlos einen Übungsbus zur Verfügung stellt, begleitet von zwei erfahrenen Schulbusfahrern, die die Rollenspiele im Bus fachkompetent kommentieren können.

 

Ausbildungsinhalte:

Vorstellung

Erwartungshorizont

Tag aus Sicht eines Fahrschülers

Grundlagen der Kommunikation

Elemente der Konfliktschlichtung


BuslotsIn – Selbstverständnis und Aufgaben:

Übung durch Rollenspiele realer Situationen im Bus:

Anwendung des Erlernten

Tag aus Sicht eines Busfahrers

Regeln im Bus

Verhalten in Notsituationen

 

Im Schnitt sind – je nach Jahrgangsstärke – zwischen 30 und 40 BuslotsInnen eingesetzt.

Sie betreuen die FahrschülerInnen der Heinrich-Behnken-Schule, der Grundschule in Selsingen

sowie der Grundschule in Rhade. Die Zahlen der FahrschülerInnen schwanken je nach Jahr-

gang, sie sind in den Bussen EVB 607 und STOSS Selsingen 1 und Selsingen 4 (Verstärker)

erfahrungsgemäß jedoch am höchsten. Hier werden die BuslotsInnen besonders gefordert.

(Anlage: Busfahrpläne mit Routen)

 

Dieses Ehrenamt erfreut sich in der Schülerschaft großer Beliebtheit und wurde bislang – mit einer Ausnahme – verantwortungsbewusst und gewissenhaft durchgeführt. Die Zulassung zur Ausbildung erfolgt mit Einverständnis der Eltern, das Engagement der Jugendlichen wird durch eine Zeugniseintragung gewürdigt.

Fast immer werden alle angemeldeten SchülerInnen zugelassen, wenn nicht schwerwiegende Gründe dagegen sprechen. Es hat sich gezeigt, dass das in sie gesetzte Vertrauen oft auch zu eigenen positiven Verhaltensänderungen beigetragen hat.

Von Seiten der Busunternehmen, die sich durch eine gute Kooperation auszeichnen, werden unsere BuslotsInnen anerkannt und unterstützt.

Seit ihrem Einsatz hat sich die Situation an den Bushaltestellen und während der Busfahrten offensichtlich insgesamt entspannt und verbessert. Probleme gibt es eher vereinzelt, Schwerpunkt sind häufig die Grundschulen. Die Beratungslehrerin steht in solchen Fällen als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Sie nimmt Kontakt zu den betroffenen Schulen, Busunternehmen und/oder  Erziehungsberechtigten auf und unterstützt die BuslotsInnen. Bei Bedarf werden Gesprächsrunden abgehalten.

Auch in der Elternschaft wird das Buslotsenprojekt allgemein gelobt. Sorgen von Eltern der FahrschülerInnen werden gemeinsam mit Schule und Busunternehmen, bzw. Busfahrern bearbeitet.

Die örtliche Presse konnte mit ihrer Berichtserstattung ebenfalls erfolgreich dazu beigetragen, dass die Problematik des Schülertransportes einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

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