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Menschen statt Maschinen

Wolfgang Wietfeldt-Sittinger ist neuer Sozialarbeiter an der Selsinger Heinrich-Behnken-Oberschule

Von Lutz Hilken

SELSINGEN. Die Selsinger Oberschule hat einen neuen Schulsozialarbeiter: Wolfgang Wietfeldt-Sittinger hat seinen Dienst Anfang des Jahres angetreten. Der 51-Jährige profitiert von einer Neuorganisation in Niedersachsen, ist bei der Landesschulbehörde angestellt und hat sich in der Bildungsstätte eingelebt.

Wolfgang Wietfeldt-Sittinger ist verheiratet und Vater einer siebenjährigen Tochter. Die Familielebt in Bremervörde. Ursprünglich hatte der Oste-Städter eine andere berufliche Laufbahn eingeschlagen; denn er ist gelernter Energieanlagenelektroniker. Als solcher war er mehrere Jahre tätig. Dann aber habe er gemerkt, dass er lieber mit Menschen als mit Maschinen zusammenarbeiten möchte. Daraus zog er seine Konsequenz und erlernte den Beruf des Erziehers. In diesem Metier arbeitete er drei Jahre in einem Heimbereich in Stade und studierte sodann Sozialpädagogik und Sozialarbeit. Seit nunmehr zwölf Jahren ist Wolfgang Wietfeldt-Sittinger in der Schulsozialarbeit tätig, zunächst neun Jahre an einer Hauptschule in Stade und zuletzt in Oldendorf bei Himmelpforten.

Sozialarbeit neu organisiert

Aus dem Landkreis Stade zog es ihn jetzt in den Landkreis Rotenburg nach Selsingen. Hier hat er eine 75-Prozent-Stelle und ist damit durchaus zufrieden. Da das Land Niedersachsen die Schulsozialarbeit an Oberschulen von anderen Trägern übernommen und nun in die eigenen Hände genommen hat, ist er bei der Landesschulbehörde fest angestellt. Das gebe ihm mehr Sicherheit angesichts zuvor üblicher Zeitverträge, freut er sich. An der Heinrich-Behnken-Oberschule hat er Aufgaben übernommen wie Prävention, die Gruppenarbeit in Klassen, das Sozialtraining oder auch die Berufsorientierung. Eltern- und Netzwerkarbeit kommen hinzu. Dabei beackert er auch Problemfelder wie Konfliktschlichtung und Cybermobbing, bietet Einzelfallberatung an. Grundsätzlich ist der Bremervörder guter Dinge. Seine Eindrücke von den ersten Wochen in der Selsinger Oberschule? „Ich bin beeindruckt von der guten Arbeitsatmosphäre“, sowohl unter dem Lehrerkollegium als auch mit den Schülern. Er habe den Eindruck, dass die Jugendlichen sehr interessiert seien und er wahrgenommen werde, so Wietfeldt-Sittinger. Er selbst bietet die AG Technik an und begleitete jüngst gemeinsam mit dem Didaktischen Leiter Timo Brokmann eine mehrtägige Tour mit 14 Jungs aus den 9. und 10. Klassen in den Harz zum Wandern und Geocaching – Erlebnispädagogik. Zusammenarbeiten wird er nach der Elternzeit der Beratungslehrerin ab Sommer auch mit dieser und hat überdies einen kurzen Draht zur Kollegin Tanja Netzel an der benachbarten Grundschule.

Wolfgang Wietfeldt-Sittinger

Schulsozialarbeit

Schulsozialarbeit

Das niedrigschwellige Angebot der Schulsozialarbeit richtet sich an Schüler und Schülerinnen, Eltern, Familien und Lehrkräfte und arbeitet auf freiwilliger Basis.

Erreichbarkeit


Montag - Donnerstag
8.00 - 12.30 Uhr
Freitag
8.45 - 12.00 Uhr

Kontakt

Telefon
04284 / 347956
Email
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Raum
334

Wolfgang Wietfeldt-Sittinger

Ich bin 51 Jahre alt, verheiratet und habe eine siebenjährige Tochter.
Zunächst habe ich nach meiner Ausbildung zum Energieanlagenelektroniker einige Jahre in dem Beruf gearbeitet. Danach absolvierte ich eine Ausbildung zum Erzieher und war drei Jahre im Heimbereich tätig. Nach dem Studium zum Dipl.Sozialpädagogen/ Sozialarbeiter habe ich neun Jahre an der Hauptschule Am Hohenwedel in Stade und drei Jahre an der Grund- und Oberschule in Oldendorf als Schulsozialarbeiter gearbeitet.
Ab dem 01.01.2017 arbeite ich nun an der Heinrich Behnken Schule in Selsingen mit einer 75 % Stelle als Schulsozialarbeiter.
Die Schwerpunkte meiner Arbeit liegen darin, die Schüler/innen der Schule mit ihren sozialen Problemen im Alltag zu begleiten und Angebote z.B. im Bereich Berufsorientierung, oLg, Prävention, Schulverweigerung, Projektarbeit, Krisenintervention, Beratung, Elternarbeit und Netzwerkarbeit zu machen.
Für jeden, ob Schüler/in, Eltern, Lehrkraft oder Mitarbeiter/in der Schule, habe ich ein offenes Ohr und freue mich auf „meine“ neue Schule.

Die Schulsozialarbeit an der HBS gliedert sich in folgende Bereiche:

Beratung / Einzelfallhilfe

Termine für Beratungsgespräche können gerne auch kurzfristig über Kontakt mit dem Schulsozialarbeiter abgesprochen werden. Bei Themen wie „Allgemeine familiäre Spannungen, Trennung und Scheidung der Eltern, massive Schulschwierigkeiten und/oder Probleme mit Lehrern, Freundschaften (Streitschlichtung), Spannungen innerhalb schulischer Gemeinschaften (Mobbing), Verstöße gegen die Schulordnung (störendes Verhalten)“ bin ich ansprechbar und versuchen lösungs,- und zielorientiert zeitnah zu vermitteln. Ich unterstehe der Schweigepflicht.

Von Lutz Hilken
SELSINGEN. Pädagogen haben zuweilen Probleme zwischen Tür und Angel zu lösen. Für alle Beteiligten nicht gerade ideal. Be-
ratungslehrer haben dieses Problem nicht. Sie haben die Chance, sich Zeit für wichtige Gespräche zu nehmen. Die Selsinger Oberschullehrerin Theresa Vahle absolviert derzeit eine zweijährige Zusatzausbildung zur Beratungslehrerin – und gibt bereits Sprechstunden für Schüler, Lehrer und Eltern in einem extra dafür hergerichteten Ruheraum.

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