Profile und berufspraktische Schwerpunkte in Jahrgang 9 und 10

Die Profile an unserer Schule gehören zum Berufsorientierungskonzept. Die Schülerinnen und Schüler wählen aus den Angeboten einen Schwerpunkt aus und sammeln damit wichtige Erfahrungen für das spätere Berufs- oder Schulleben.

Die Wahl des Schwerpunktes ist für zwei Jahre verbindlich und wird in der Woche vierstündig unterrichtet. Ausgenommen davon ist das Profil "berufspraktischer Schwerpunkt", welches sechsstündig unterrichtet wird.

Alle Profile werden benotet und sich für die Abschlüsse relevant.

 

Französisch

Das Profil wurde bereits in Klasse 6 gewählt und wird fortgeführt.

 


Da die Profile auch in den Nachmittagsunterricht integriert sind, ist dies eine sinnvolle Einbindung in den Wochenrhythmus.

Wochenplan Jahrgang 9

Wochenplan 9 Jg

In diesem Jahr finden die Projekttage unter dem Schulmotto "Stoh fast, kiek wiet un rög di." statt.

Sie finden in der letzten Schulwoche vor den Sommerferien von Dienstag bis Donnerstag statt: 17.07.-19.07.12

 

Die Projektgruppen werden hier vorstellt.

Der Aufbau eines inklusiven Bildungssystems ist ein wesentlicher Bestandteil der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention zur Förderung der Chancengleichheit für Menschen mit Behinderungen. Nach ihr haben Kinder mit einem sonderpädagogischen Förderbedarf einen Rechtsanspruch darauf, gemeinsam mit Kindern ohne Förderbedarf wohnortnah unterrichtet zu werden.

Das Schulprogramm der Heinrich-Behnken-Schule in Selsingen macht deutlich: An unserer Schule beruht der Umgang miteinander auf Wertschätzung und gegenseitigem Respekt. Wir wenden uns gegen jegliche Art von Diskriminierung oder gesellschaftlicher Ausgrenzung.

Inklusion ist deshalb für uns eine Möglichkeit, diesen Anspruch in unserer täglichen Arbeit umzusetzen. Inklusion basiert auf der gleichen Wertschätzung aller Schülerinnen und Schü-ler mit all ihren individuellen Unterschieden und fördert die Teilhabe aller Schülerinnen und Schüler am schulischen Leben.

Wie dieser pädagogische Ansatz an der Heinrich-Behnken-Schule mit Leben gefüllt wird, soll im folgenden Inklusionskonzept verdeutlicht werden.

Theoretische Grundlagen der Inklusion

 

Was ist Inklusion?

In der Pädagogik ist die Inklusion (Einschluss, Teilhabe) ein Ansatz, dessen wesentliches Prinzip die Wertschätzung der Vielfalt in der Bildung und Erziehung ist. Befürworter der inklusiven Pädagogik betrachten Verschiedenartigkeit (Heterogenität) als normale, reguläre Gegebenheit.

Die folgende Grafik soll die unterschiedlichen pädagogischen Ansätze verdeutlichen: 4

Überträgt man den Inhalt der Grafik auf die in Deutschland bestehende Schulstruktur und die bestehenden pädagogischen Ansätze, so könnte man Exklusion gleichsetzen mit dem lange Jahre üblichen Konzept der schulischen Trennung von Kindern ohne und Kindern mit einem besonderen Förderbedarf z.B. in der emotionalen und sozialen oder der körperlichen Ent-wicklung.

Der Begriff Separation könnte verglichen werden mit dem Ansatz, Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf an einer gemeinsamen Schule, aber in getrennten Bildungs-gängen zu unterrichten.

Bei dem integrativen pädagogischen Ansatz werden Kinder mit und ohne besonderen Förderbedarf in einer gemeinsamen Klasse unterrichtet. Eine integrative Lerngruppe besteht aus zwei oder mehreren Untergruppen: Kinder ohne besonderen Förderbedarf (Regel-schulkinder) und Kinder mit unterschiedlichen Förderschwerpunkten.

Die Inklusion ist der weitestgehende Ansatz, Kinder gemeinsam zu unterrichten. Inklusion versteht sich in Bezug auf Schule als ein Konzept, das davon ausgeht, „alle Barrieren in Bildung und Erziehung für alle SchülerInnen auf ein Minimum zu reduzieren.“ [Boban; Hinz: Index für Inklusion, 2003]. Vielfalt wird nicht als Problem, sondern als Chance wahrgenommen.

Besondere Herausforderungen eines inklusiven Bildungsansatzes

Dieser inklusive Ansatz stellt Schule und Unterricht vor besondere Herausforderungen:

So müssen Kulturen, Strukturen und Praktiken in Schulen so weiterentwickelt werden, dass sie besser auf die Vielfalt der SchülerInnen eingehen. Barrieren, die die Teilhabe aller Kinder am Lernen behindern, müssen abgebaut werden. Lernprozesse müssen zunehmend individualisiert und Lernangebote, -methoden und -inhal-te müssen stärker aufeinander abgestimmt werden. Auch die Funktion des Unterrichtenden muss sich verändern. Gemeinsame Unterrichtsinhalte müssen so aufbereitet werden, dass alle SchülerInnen auf ihrem individuellen Lern- und Leistungsniveau daran teilhaben können. Der inklusive pädagogische Ansatz ist somit an einer Schule nicht von heute auf morgen umzusetzen, sondern muss wachsen und sich entwickeln.

(Vgl. dazu: Boban; Hinz: Index für Inklusion, 2003 sowie Bundschuh; Heimlich; Krawitz: Wörterbuch Heilpädagogik 2007)

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