Selsinger Oberschule kürt die besten Vorleser

Das Ambiente stimmt: Im warmen Licht einer Leselampe und vor konzentriert lauschenden Mitschülern tragen die vier Klassensieger des Vorlesewettbewerbs an der Selsinger Oberschule aus populären Jugendbüchern vor. Lesetempo, Aussprache und Betonung – für alles hat die zehnköpfige Jury ein Ohr. Nils Holsten aus der Klasse 6b gewinnt schließlich den Schulentscheid.

Er überzeugt die aus Zehntklässlern bestehende Jury mit seinem entspannten Vortrag aus Cornelia Funkes Buch „Als der Weihnachtsmann vom Himmel fiel“. Damit qualifiziert sich der Sechstklässler für den Kreisentscheid, der im Februar in Rotenburg stattfinden wird.

Ebenfalls einen ersten Platz belegt Förderschüler Maurice Burfeind, der sich des Themas Fußball annimmt und aus Manfred Mais „Wir werden Meister“ vorliest. Beide erhalten eine Urkunde. Hennes Köster aus der Klasse 6c liest aus „Greg‘s Tagebuch – echt übel“ von Jeff Kinley eine amüsante Episode, und Indira Braasch aus der Klasse 6a präsentiert ein Stück aus dem Buch „Ostwind“ von Carola Wimmer.

Eine Auszeichnung

Die in der Mensa lauschenden Mitschüler spenden dem Quartett großen Applaus und Pädagogin Jessica Rademacher, Fachleiterin Sprachen an der Heinrich-Behnken-Oberschule, spricht den Klassensiegern ein Lob aus. „Es ist schon eine Auszeichnung, hier vor dem 6. Jahrgang zu lesen.“ So darf sich am Ende jeder der vier Teilnehmer ein Buchgeschenk aussuchen und verlässt freudestrahlend die Mensa.

 

Die Klassensieger trugen Geschichten vor und erhielten viel Applaus für ihre Leseleistung

Nils Holsten (6b)

Hennes Köster (6c)

 

Indira Braasch (6a)

 

Maurice Burfeind (Förderschule)

 

DREI FRAGEN AN ???

JESSICA RADEMACHER, FACHLEITERIN SPRACHEN

„Buch unterm Weihnachtsbaum“

 

 

 

 

 

Was ist das Ziel des Vorlesewettbewerbs?

Das Vorlesen erfüllt mehrere Ziele. Es schult das Leseverständnis, indem man laut vorträgt. Gleichzeitig ist es für die Schüler eine Bereicherung, anderen etwas mitzuteilen. Es ist nicht immer so, dass im familiären Bereich sehr viel vorgelesen wird. Wir achten daher als Schule darauf, dass die Schüler hier die Möglichkeit dazu bekommen. Man merkt, dass dies der richtige Weg ist, um Schüler ans Buch heranzuführen.

 

Hat sich das Leseverhalten der Kinder verändert?

Meiner Ansicht nach sind sie motivierter geworden, selbst etwas zu lesen. Kinderbücher werden verstärkt nach aktuellen Themen verfasst, sodass mehr Interesse entstehen kann. Berühmte Bücher werden verfilmt, was ebenfalls ein Anreiz ist, das Buch noch einmal zu lesen.

 

Was meinen Sie, bei wie vielen Kindern ein Buch unter dem Weihnachtsbaum liegen wird?

Ich wünsche mir, dass es bei jedem Kind unterm Weihnachtsbaum liegt – und wenn es nur ein kleines Buch ist. Die Kinder werden auch durch kurze Geschichten ans Lesen herangeführt oder mit einem Vorlesebuch, das Eltern gemeinsam mit ihren Kindern lesen.